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v.l.n.r: Wolfgang Kren, Ludwig Huber, Friederike Range, Kurt Kotrschal
Canine Science Forum in Wien

Vom 25. bis 28. Juli 2010 findet in Wien der Internationale Kongress zum „Beziehungstier Hund“ und andere Caniden statt

Beim bisher größten wissenschaftlichen Kongress zu Thema Mensch-Hund/Caniden, der Ende Jliu an der Universität Wien stattfindet, werden hunderte Wissenschaftler aus der ganzen Welt nicht nur über die neuesten Forschungen berichten und darüber diskutieren – es werden natürlich auch Erkenntnisse präsentiert, die zu den aktuellen politischen Hundediskussionen passen.

Univ. Prof. Kurt Kotrschal, einer der Organisatoren des „Canine Science Forum“ : „Wölfe und Hunde sind Kooperationstiere und somit mit Menschen vergleichbar, weil auch sie kooperieren. Hunde haben heutzutage spezielle Funktionen in der Familie und gegenüber Kindern, sie sind soziale Partner – sie sind ‚Beziehungstiere‘.

Die wahre Beziehung zwischen Mensch und Hund drückt sich aber nicht darin aus, wie sehr man Hunde ‚vermenschelt‘, sondern, dass man mit ihnen gemeinsam arbeitet, sie beschäftigt und so eine Beziehung aufbaut.“

Univ.Prof. Ludwig Huber ergänzte, dass im Tierreich nur Hunde (und tws. Ratten) im Lernverhalten der letzten Jahrtausende die erfolgreichste und somit schell-lernendste Tierart wären. Das „soziale Verstehen“ von Hunden wäre extrem ausgeprägt.

Seite Jahren beschäftige sich das Department für Kognitonsbiologie von Ludwig Huber an der Universität Wien nun mit Kognitionsforschung. Anfangs mit Raben, Affen & Co – später auch mit Hunden.  Initiatorin der damals neuen Forschungen war Dr. Friederike Range, die ihren Hund (Border Collie) im Institut stets dabei hatte und vorschlug, u.a. das Lernverhalten von Hunden verstärkt zu erforschen.

In der Folge wurde das „Clever Dog Lab“ gegründet, wo mittlerweile seit Jahren Hunde beobachtet werden, wo mit ihnen spielerische Tests (z.B. mit Touchscreen auf einem Computer) unternommen werden und – neben vielen anderen für die Hunde spielerischen Tests - die Beziehung zwischen Hundebesitzer und ihren Vierbeinen genau unter die Lupe genommen wird, um zu neuen Erkenntnissen in der Mensch-Hund-Beziehung zu kommen.

Dr. Friederike Range, ebenfalls eine der Organisatorinnen des „Canine Science Centers“ und eine der Leiterinnen des „Wolf Science Centers“ brachte das Programm des Kongresses auf den Punkt:

In mehr als 150 Beiträgen werden neue Forschungsbeiträge folgender Bereiche vorgestellt und diskutiert werden:

- Entwicklung der Hunde in den vergangenen Jahrtausenden bis zum heutigen Haushund
- Verhaltensforschung der Caniden
- Lernverhalten und Erinnerungsvermögen
- rassespezifische Eigenheiten
- Sozialisierung
- Kommunikation bis hin zur Mensch-Hund-Beziehung
- Rolle des Hundes in der heutigen Gesellschaft.      

Dass wissenschaftliche Forschung heutzutage nicht ohne private Sponsoren möglich ist, ist ein internationales Thema.

Wolfgang Kren, Geschäftsführer von „Royal Canin“ Österreich verwies darauf, dass der weltweite Firmenslogan von „Royal Canin“ „Mit Wissen und Respekt“ heißt.

Es sei daher für ihn klar, dass er neben dem „Clever Dog Lab“, dem weltgrößten Wolfsforschungs-Zentrum, dem „Wolf Science Center“ in Ernstbrunn/Niederösterreich auch das „Canine Science Forum“ in Wien sponsert.

Wissenschaftlich begründete Forschung und auch Erfahrungen wären unerlässliche Basis für eine gute Mensch-Hund-Beziehung. Ein Thema, das bei „Royal Canin“ (Hunde- und Katzen-Nahrung) absolut im Vordergrund steht.

Nach dem in englischer Sprache gehaltenen Kongress in der Universität Wien, findet am 29. Juli 2010 in der Veterinärmedizinischen Universität ein Symposium zum Thema „Neues aus Wissenschaft und Praxis“ statt. Prof Ádám Miklósi von der Eötvös Universität in Budapest – er veranstaltete vor zwei Jahren das 1. Canine Science Forum in Budapest – wird in deutscher Sprache die Ergebnisse des Kongresses zusammenfassen.

Diese Veranstaltung mit Diskussion richtet sich vorrangig an Praktiker und Hundeinteressierte, wie z.B. Tierärzte, Hundetrainer oder Kollegen, die mit Hunden in tiergestützten Aktivitäten und Therapien arbeiten.

Organisiert wird das „Canine Science Forum“ von Dr. Friederike Range (Uni Wien/Department für Kognitionsbiologie, Wolf Science Center),  Dr. Zsófia Virányi (Clever Dog Lab, Wolf Science Center), Prof. Ludwig Huber (Uni Wien/Department für Kognitionsbiologie), Prof. Kurt Kotrschal (Uni Wien/Department für Verhaltensbiologie, Konrad Lorenz Forschungsstelle).

Alle Infos zum Canine Science Forum: http://csf2010.univie.ac.at

 

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