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Schmerzen ersparen, Schäden verhindern

Neue Therapieoptionen für Hunde und Katzen wurden in Baden-Baden vorgestellt

Spürt das narkotisierte Tier Schmerzen während der Operation? Hat es Schmerzen danach? „Es kommt darauf an“, wäre die ehrliche Antwort – je nachdem, ob und welches ergänzende Schmerzmittel zusammen mit welchem Narkosemittel eingesetzt wird. Ein Thema, das der Aufklärung und neuer Lösungen bedarf.

Ähnliches gilt für die meist viel zu spät erkannten und behandelten Nierenschäden der Katze. Unbefriedigend ist auch die Situation bei der Entwurmung des Hundes, wenn vom Wirkstoff nicht erfasste Entwicklungsstadien der Würmer sich schon nach kurzer Zeit wieder zu reifen Würmern im Darm entwickeln und infektiöse Wurmeier ausscheiden können.

Viele bisher ungelöste Probleme und offene Fragen, derer sich Bayer Vital Tiergesundheit angenommen hat und über die renommierte Hochschulwissenschaftler bei einer Pressekonferenz im Rahmen der „21. Baden-Badener Fortbildungstage kleintier konkret“ sprachen.

Dr. Sabine Tacke vom Klinikum Veterinärmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen sieht eine ethische Verpflichtung, dem Tier vor, während und nach der Operation ein wirksames Schmerzmittel zu verabreichen, um die Reizung des Schmerzrezeptors vor, während und nach der Operation zu verhindern und damit der Entwicklung einer Schmerzüberempfindlichkeit vorzubeugen.

Außerdem ist eine lange Wirkdauer von sechs bis acht Stunden vorteilhaft. Dem Tierarzt stünden eine Reihe von Medikamenten und Techniken zur Verfügung, darunter die Opioide als „potenteste Analgetika“. Bayer hat jetzt ein solches Opioid für die Anwendung in der Veterinärmedizin verfügbar gemacht.

Dr. Thierry Francey von der Vetsuisse Fakultät Universität Bern (Schweiz) erläuterte, wie sich die chronische Nierenerkrankung bei der Katze meist langsam und schleichend entwickelt, aber unaufhaltsam fortschreitet und schließlich zum Tod des Tieres führt. Als einen wesentlichen Parameter zur Stabilisierung der Krankheit führte er die Reduzierung der Phosphatzufuhr an.

Den Vorteil des neuen Phosphatbinders Renalzin® gegenüber Nierendiäten sieht er darin, dass dieser dem Tier eine Futterumstellung erspart. Er plädierte vor allem für eine bessere Früherkennung der Krankheit.

Wer bei Würmern und bei der Wurmbekämpfung nur die adulten Würmer im Darm berücksichtigt, greift zu kurz. Dies machte Prof. Dr. Thomas Schnieder von der Tierhochschule Hannover deutlich. Er zeigte auf, welche Schäden die Larven des Hundespulwurms Toxocara canis bei ihrer Wanderung durch den Hundekörper in Leber, Nieren und Lunge anrichten können, bevor sie den Darm erreichen.

Durch Entwurmungsmittel, die auch diese Wurmlarven beseitigen, könnten diese Schäden verhindert werden. Dr. Markus Edingloh, Leiter Wissenschaftliches Marketing bei Bayer Vital Tiergesundheit, wies darauf hin, dass larvizide Wurmmittel zugleich eine nachhaltigere Entwurmungswirkung haben, weil sie den Zeitraum bis zum erneuten Auftreten adulter Würmer im Darm und der Entstehen neuer infektiöser Wurmeier verlängern.

Auch das Thema Repellenz stand auf dem Programm – warum Mittel, die blutsaugende Parasiten abwehren und töten, die beste Maßnahme zur Verhinderung einer möglichen Übertragung von Krankheitserregern sind.

Prof. Dr. Eberhard Schein von der Freien Universität Berlin zeigte, wie Zecken beim Kontakt mit Permethrin-haltigen Parasitenmitteln innerhalb kürzester Zeit Reißaus nehmen wollen und absterben. Haben Zecken, Stechmücken und Sandmücken keine Chance, zu stechen und Blut zu saugen, wird das Risiko der Übertragung von Anaplasmose, Babesiose, Borreliose, Ehrlichiose, Herzwurmerkrankung oder Leishmaniose minimiert.


  
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